Die Ausgangslage war klar, gegen den Tabellenletzten musste erwartungsgemäß ein Sieg her. Das Hinspiel gegen die "Reilinger Wölfe" hatte man mit elf Toren unterschied souverän gewonnen, die Wölfe waren noch nicht bereit für den Odenwald. Mit leicht ausgedünntem Kader ging es zum Rückspiel nach Reilingen.

Anders als in Eberbach und vielen anderen Hallen wird in Reilingen mit Harz gespielt, ein Umstand den die Spielerinnen aus Waldbrunn/Eberbach das ganze Spiel vor eine Herausforderung stellte. Die klebrige Kugel verhält sich einfach anders beim Passen, Fangen und Torwurf wie man es sonst gewohnt ist.

Die Gäste taten sich in der ersten Halbzeit sehr schwer den Ball unter Kontrolle und ins Tor zu bekommen. Fehlpässe und Fehlwürfe reihten sich in ungewohnter Häufigkeit aneinander. So richtig wollte keine Dynamik entstehen, das Spiel wirkte fahrig und die Spielerinnen agierten zunehmend verunsichert. Handball ist eben auch eine Kopfsache. Glücklicherweise fanden die Hausherrinnen ebenso nicht ins Spiel. Das lag vor allem an der starken Gästeabwehr und Torhüterin. Nein, ein handballerischer Leckerbissen war es auf keinen Fall. Nach 15 Minute stand es 4:3, kein torreiches Spiel, keine Mannschaft konnte sich absetzen, Torflaute in Reilingen. Den Wölfen gelang es in heimischen Gefilden die Odenwälderinnen vor Probleme zu stellen. Mit 8:7 wurden die Seiten gewechselt, der „babbische Ball“ durfte ruhen.

Etwas konsterniert trat man den Weg in die Kabine an. Quo Vadis SGH Waldbrunn/Eberbach? Die zwei Punkte wollte man den Wolfspranken eigentlich schon entreißen. Taktisch gab es keine großen Änderungen, wenn die Fehlerrate sinken würde, steigt die Chance zu gewinnen. Einfache Mathematik für den Sieg, nicht einfach umzusetzen. Die zweite Halbzeit glich der Ersten. Ballverluste und jede Menge Fahrkarten von allen Positionen wurde geknipst. Die Abwehr stand aber weiterhin stabil und vereitelte einige Angriffe der Wölfe die auch nicht Herr des klebrigen Spielgeräts waren. Auf beiden Seiten Fehler im Spielaufbau. Positiv und mutmachend allerdings der Charakter, es wurde zwar gehadert aber nie aufgegeben, immer gekämpft, Bälle erobert und Chancen generiert. Die Hoffnung der Trainer, dass sich die bessere Qualität der Spielerinnen durchsetzt wurde langsam wahr. Von 11:9 konnte man sich mit einem 4-Tore-Lauf auf 11:13 absetzen und ab der 55. Minute netzte Jeanette Wagner dreimal in Folge zum 15:18 ein. Die Vorentscheidung war gefallen, beim Stande von 16:18 wurde das Spiel abgepfiffen. Das „Reilinger Wolfsrudel“ war besiegt, die zwei Punkte gehen in den Odenwald.

Als Fazit aus dem Spiel kann man mitnehmen, harzige Bälle sind nix für das Spiel der Odenwälderinnen. Die Mannschaft hat Moral und Mut bewiesen und sich auch in kritischen Situationen nicht nervös machen lassen. Der knappe Sieg geht so in Ordnung und war auch schlussendlich verdient.

Das nächste Spiel findet am 21.02 um 16:00 statt in Eberbach. Gegner ist die Spielgemeinschaft Saase/Leutershausen, ein ebenbürtiger Gegner.

Es spielten: Herhoff, Balzer, Wittmann, Wagner, Schüssler, Zipse, Deuser, Johe, Fink, Flick, Skronjak, Wolf, Skarsig

Trainer: S. Deuser, S. Scherzinger, H. Deuser

Stephan Deuser, HG Eberbach