
Über einen längeren Zeitraum kam es im Odenwald immer wieder zu Bränden in abgelegenen Wald- und Wiesengebieten. Die Vorfälle sorgten auch in Oberzent für Verunsicherung, da lange unklar war, wer dahintersteckt.
Nun ist der Fall aufgeklärt: Ein 34-jähriger Mann aus Hetzbach wurde vor dem Amtsgericht Michelstadt wegen mehrfacher versuchter Brandstiftung verurteilt. Die Ermittlungen zogen sich über Monate hin und gestalteten sich schwierig, da es zunächst keine konkreten Hinweise gab.
Erst Aufnahmen einer Wildkamera brachten den entscheidenden Durchbruch. Sie zeigten ein auffälliges Fahrzeug in der Nähe eines Brandortes. Weitere Spuren erhärteten den Verdacht, bis der Mann nach einer Hausdurchsuchung schließlich ein Geständnis ablegte.
Vor Gericht räumte er die Taten ein und erklärte, dass ihn persönliche und familiäre Belastungen stark unter Druck gesetzt hätten. Eine klare Erklärung für sein Verhalten konnte er jedoch nicht geben.
Ein Sachverständiger stellte fest, dass keine schwerwiegende psychische Erkrankung vorliegt. Allerdings wurden deutliche Probleme im Umgang mit Stress und emotionalen Belastungen festgestellt. Eine Therapie wurde daher angeordnet.
Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, setzte diese jedoch zur Bewährung aus. Zusätzlich muss der Mann eine Verhaltenstherapie absolvieren und gemeinnützige Arbeit leisten.
Der Richter machte deutlich, dass es sich um eine letzte Chance handelt. Bei weiteren Straftaten droht eine Haftstrafe ohne Bewährung.
Das Urteil ist rechtskräftig.
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