In Beerfelden nimmt ein Ausbau Form an, der für die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zunehmend an Bedeutung ist. Mit der Erweiterung des Therapiezentrum Janowicz entsteht zusätzlicher Raum für ambulante Rehabilitation – ein Angebot, das gerade abseits der Ballungsräume eine wichtige Rolle spielt.

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Die Einrichtung ist auf orthopädische und traumatologische Rehabilitation spezialisiert und bietet Patientinnen und Patienten eine ambulante Behandlung über mehrere Wochen hinweg. In der Regel umfasst die Rehabilitation tägliche Therapieeinheiten über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen, häufig im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Kurze Wege und eine wohnortnahe Betreuung sind dabei entscheidende Faktoren.

Der aktuelle Ausbau konzentriert sich auf die Weiterentwicklung der bestehenden Infrastruktur. Geplant sind unter anderem die Erweiterung der Cafeteria, zusätzliche Aufenthaltsbereiche sowie Verbesserungen im Außenbereich. Perspektivisch ist auch die Einrichtung einer Kryokammer vorgesehen. Ziel ist es, die Abläufe zu optimieren und zugleich die Aufenthaltsqualität für die Patientinnen und Patienten zu erhöhen.

Das Gesamtvolumen des Projekts liegt bei rund 532.000 Euro. Ein Teil der Finanzierung erfolgt über das LEADER-Förderprogramm der Europäischen Union sowie Mittel des Landes Hessen. Für konkrete Maßnahmen wie die Erweiterung der Cafeteria und der Außenanlagen wurden rund 196.000 Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Begleitet wird das Vorhaben durch die regionale Wirtschaftsförderung und die Interessengemeinschaft Odenwald.

Das Therapiezentrum wird als Familienunternehmen in zweiter Generation geführt. Geschäftsführer Max Janowicz hat die Leitung übernommen, während die Gründer weiterhin im Betrieb tätig sind. Mit rund 25 Beschäftigten, darunter auch freiberufliche Fachkräfte und Ärzte, ist die Einrichtung zugleich ein relevanter Arbeitgeber in der Region.

Wie viele Einrichtungen im Gesundheitsbereich steht auch das Therapiezentrum vor Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachpersonal. Um dem entgegenzuwirken, investiert das Unternehmen unter anderem in die Ausbildung eigener Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten.

Ergänzt wird das Angebot durch therapeutische Außenanlagen wie einen Barfußpfad und ein Kneipp-Becken, die den Rehabilitationsprozess unterstützen.

Die Erweiterung in Beerfelden zeigt, wie medizinische Versorgung im ländlichen Raum konkret weiterentwickelt werden kann – durch das Zusammenspiel privater Initiative und öffentlicher Förderung, mit dem Ziel, Angebote dauerhaft vor Ort zu sichern und auszubauen.